Für die meisten Unternehmen mit lokaler oder regionaler Kundschaft ist das Google Unternehmensprofil das wirkungsvollste SEO-Asset überhaupt. Ein gut optimiertes Profil erscheint im Local Pack — den Kartenergebnissen, die Google bei ortsbezogenen Suchanfragen ganz oben anzeigt — und bringt Anfragen, Anrufe und Laufkundschaft, ohne einen Cent für Werbung auszugeben.
So richtest du es ein und optimierst es richtig. Das Unternehmensprofil funktioniert am besten als Teil einer breiteren organischen Strategie — unser SEO-Leitfaden für Startups zeigt, wie sich lokales und nationales SEO von Anfang an sinnvoll kombinieren lassen.
Profil Vollständig Ausfüllen: Jedes Feld Zählt
Google wertet Vollständigkeit und Konsistenz deines Profils als Legitimitätssignal. Vollständig ausgefüllte Profile ranken besser als unvollständige. Geh jeden verfügbaren Bereich durch:
Unternehmensname — Verwende deinen exakten Handelsnamen. Stopfe ihn nicht mit Keywords voll ("Dricomm Webdesign Agentur Berlin"). Google bestraft das, und es wirkt unprofessionell.
Kategorie — Die Hauptkategorie ist das wichtigste Feld im gesamten Profil. Wähle die spezifischste Kategorie, die tatsächlich beschreibt, was du tust. Sekundäre Kategorien lassen sich für zusätzliche Leistungen ergänzen.
Adresse — Verwende das offizielle Postformat. Konsistenz zwischen der Adresse im Profil und jeder anderen Erwähnung im Netz (Website, Verzeichnisse, Social-Media-Profile) ist ein Rankingfaktor.
Telefonnummer — Nutze einen lokalen Festnetz- oder Mobilanschluss, keine Sonderrufnummer. Gib die vollständige Vorwahl an.
Website-URL — Verlinke auf deine Startseite oder auf eine gezielt für lokale Suche gebaute Landingpage.
Öffnungszeiten — Halte sie aktuell, auch an Feiertagen. Ein Kunde, der vor verschlossener Tür steht, hinterlässt keine gute Bewertung.
Unternehmensbeschreibung — 750 Zeichen, um zu erklären, was du tust, für wen und warum man sich für dich entscheiden sollte. Baue deine wichtigsten Keywords natürlich ein, ohne sie zu überladen.
Bewertungen: Das Stärkste Lokale Ranking-Signal
Google-Bewertungen beeinflussen das lokale Ranking stärker als fast jeder andere Faktor. Der Algorithmus berücksichtigt Menge, Aktualität und Durchschnittsbewertung zusammen.
Bitte jeden zufriedenen Kunden um eine Bewertung. Die meisten Menschen mit einer guten Erfahrung hinterlassen keine Bewertung, ohne direkt darum gebeten zu werden. Am einfachsten: eine Nachricht nach Projektabschluss oder Kauf mit direktem Link zum Bewertungsformular.
Antworte auf jede Bewertung, positiv wie negativ. Antworten zeigen Google, dass du dein Profil aktiv pflegst, und künftigen Kunden, dass du Feedback ernst nimmst. Bei negativen Bewertungen ruhig und professionell reagieren — biete an, das Problem außerhalb der Bewertung zu klären.
Belohne Bewertungen nicht. Rabatte, Geschenke oder jede Art von Gegenleistung für eine Bewertung verstößt gegen Googles Richtlinien und kann zur Sperrung des Profils führen.
Für Dienstleistungsunternehmen liefern Bewertungen, die den Standort erwähnen ("hervorragendes Team in München", "toller Service vom Büro in Hamburg"), zusätzliche lokale Relevanzsignale.
Google-Beiträge: Die Funktion, die Kaum Jemand Nutzt
Mit Google Posts kannst du kurze Updates (150–300 Wörter) direkt in deinem Profil veröffentlichen. Sie erscheinen in den Suchergebnissen und in Google Maps. Die meisten Unternehmen nutzen sie nie.
Ein bis zwei Beiträge im Monat signalisieren Google, dass dein Unternehmen aktiv ist, und geben Suchenden Kontext, was du aktuell anbietest. Nutze Beiträge für:
- Neue Leistungen oder Produkte
- Sonderangebote oder saisonale Aktionen
- Case Studies oder aktuelle Projekte
- Veranstaltungen oder Webinare
Beiträge laufen nach sieben Tagen ab (außer dem Typ "Event", der bis zum Veranstaltungsdatum bestehen bleibt) — Regelmäßigkeit zählt also.
NAP-Konsistenz im Gesamten Netz
NAP steht für Name, Adresse, Telefonnummer (Name, Address, Phone). Google gleicht die Angaben in deinem Profil mit Erwähnungen deines Unternehmens im gesamten Web ab. Unstimmigkeiten — ein leicht abweichendes Adressformat, eine alte Telefonnummer in einem Verzeichnis — verringern Googles Vertrauen in dein Profil und senken dein lokales Ranking.
Prüfe deine NAP-Konsistenz auf: deiner Website (Footer und Kontaktseite), im Handelsregister, in Branchenverzeichnissen, in Social-Media-Profilen und bei jeder Presseerwähnung.
Bring das in Ordnung, bevor du in weitere lokale SEO-Maßnahmen investierst.
Deine Lokale Suchleistung Verfolgen
Das Google Unternehmensprofil enthält ein integriertes Analyse-Panel namens "Leistung", das zeigt:
- Wie oft dein Profil in der Suche und in Maps angezeigt wurde
- Welche Suchanfragen dein Profil ausgelöst haben
- Wie viele Personen auf deine Website geklickt, angerufen oder nach dem Weg gefragt haben
Prüfe das monatlich. Lokales SEO folgt einer ähnlichen kumulativen Kurve wie nationales SEO — realistische Zeithorizonte findest du in unserem Leitfaden wie lange SEO braucht, um zu wirken. Sind die Impressionen hoch, aber Anrufe selten, brauchen Beschreibung oder Fotos vielleicht Arbeit. Sind die Impressionen niedrig, arbeite an Bewertungsvolumen und NAP-Konsistenz.
Kombiniere die Unternehmensprofil-Analyse mit Google Search Console für ein vollständiges Bild deiner lokalen organischen Sichtbarkeit. Ein kostenloser Check von Dricomm deckt beides ab, zusammen mit den technischen SEO-Faktoren, die dein lokales Ranking beeinflussen.
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